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Atomkraftwerke sind eine vom Menschen geschaffene Technologie. Menschliche Technologie wird versagen.-  Jede Technologie - Selbst die Sicherste der Sichersten der Sichersten. Was schief gehen kann, wird auch schief gehen, selbst wenn die Berechnungen eine Sicherheit von über 99% vorhersagen, kommt der Tag, an dem Bruchteile eines Prozent Restrisikos zum Störfall führen. 

 

Wir Menschen nehmen viel in Kauf. Auch Verkehrsflugzeuge stürzen ab und viele Menschen werden getötet. Hier aber ist eines anders: Wer das Risiko eines Flugzeugabsturzes nicht eingehen will, verzichtet einfach auf Fliegen.

 

Bei Atomkraft ist das anders. Es gibt nicht die Möglichkeit, das Risiko zu vermeiden. Auch wer gegen Kernkraft ist, bleibt durch sie bedroht. Ein Unfall kann nicht regional begrenzt werden. Und er ist auch nahezu zeitlich unbegrenzt. Radioaktive Verseuchung macht die Umgebung über hunderte, wenn nicht gar tausende Jahre unbewohnbar. Ein zerstörtes Atomkraftwerk kann man auch nicht einfach abreißen, weil die Strahlung alles tötet, was ihr zu nahe kommt. Im Fall Tschernobyl wird man mindestens noch 100 Jahre warten müssen und dann wahrscheinlich Roboter einsetzen.

 

Warum nur wird eine derart schmutzige Technologie eingesetzt?

 

Kernkraft ist ein riesiges Geschäft. Ist ein Kraftwerk erst einmal aufgebaut, lässt sich über Jahrzehnte in ihm gewaltige Energie zu einem vergleichsweisen Spottpreis produzieren.

Zudem gilt Atomenergie als „umweltfreundlich“ weil das Klimagas CO2 vermieden wird.

 

Aus Sicht der Wirtschafsnationen ist billige Energie willkommen. Und der Energiehunger ist unendlich. Billige Energie hilft, billige Waren zu produzieren. Billige Energie kann mit gutem Gewinn an uns Menschen verkauft werden. Billige Energie garantiert scheinbar unaufhaltsames Wirtschaftswachstum.

 

Billige Energie führt allerdings auch zu Verschwendung. Häuser wurden Jahrzehnte ohne Isolierung gebaut, da es billiges Erdöl im Überfluss gab.

 

Und die wahren Kosten unserer Energieverschwendung werden vertuscht. Zum

Einen wurde die Entwicklung der Technologie zu einem großen Prozentsatz sozialisiert indem die Entwicklungskosten der Allgemeinheit aufgebürdet wurden. Zum Anderen belastet man zukünftige Generationen mit Klima-, Umwelt- und Endlagerungsproblemen.- Ein teueres Erbe.

 

Die Lehre aus Fukushima muss zu einem Überdenken der Art und Weise führen, wie wir leben und wie wir mit den Ressourcen unseres Planeten umgehen. Fukushima stellt den modernen Lebensstil und unseren Umgang mit fragiler Natur in Frage. Ein Leben in Überfluss für einen Teil der Menschheit auf  Kosten der Armen und auf Kosten der Zukunft.

 

Ist es wirklich notwendig, dass ein Mensch in einer Industrienation das 1000 fache an Energie eines Bürger in einem der ärmsten Länder verbraucht? Sollten wir für Energie nicht den wahren Preis bezahlen müssen, der alle Kosten beinhaltet? Auch die Folgekosten? Ist es notwendig, dass wir in taghell erleuchteten Millionenstädten leben, in denen Milliarden Leuchtreklamen Energie verschwenden? Müssen wir mit tonnenschweren Maschinen über Autobahnen rasen?

 

Eine Lehre aus Fukuschima ist, dass unser Lebensstil  zu fügen haben, der im Einklang mit der Natur steht. Das wir das Vergessen verhindern müssen, - wer denkt heute noch an die Ölkatastrophe im Golf von Mexico?

 

Bleibt diese Einsichten auf der Strecke, reiht sich auch Fukushima nahtlos in die Kette vom Menschen gemachter Katastrophen ein, aus denen wieder kein konkretes Handeln und Umdenken folgt.

 

Die uns folgenden Generationen werden in einer Zukunft schwere Anklage gegen uns erheben, wenn es überhaupt Zukunft für die „Krone der Schöpfung“ gibt.

 

 

 

 

 

Tag(s) : #Umwelt

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