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Strom kommt aus der Steckdose. Wissen wir doch!


Aufgrund der Katastrophe in den Reaktoren von Fukushima gibt es derzeit einen Run auf Ökostrom-Anbieter. Doch so viel Ökostrom mehr, wie Deutsche jetzt kaufen wollen, gibt es gar nicht (wo soll er in so kurzer Zeit herkommen). Um mehr Ökostrom "vorzugaukeln" und tatsächlich Atomstrom zu verkaufen bedienen sich Energieanbieter eines völlig legalen Tricks. Sie kaufen nicht den Ökostrom sondern für kleines Geld den Herkunftsnachweis. Mit diesm "Ökoaufkleber", auch RECS-Zertifikat genannt, labelt er seinen eigenen Atomstrom und kann diesen nun als Ökostrom verkaufen. Mit diesem "Renewable Energy Certificate System RECS" wird der "graue" Strom also in "grünen" Strom umetikettiert.

 

Wer es nicht glaubt, der lese hier nach.

Und schaue sich dann die Mitgliederliste an. link


Dieser Tausch fördert weder den Ausbau regenerativer Energien noch sorgt er für ein wirklich gutes Gewissen beim Verbraucher. Ich sage deshalb: "Im Moment kann ich nicht feststellen, woher mein privater Strom kommt. Denn auf das, was bei mir aus der Steckdose kommt, habe ich gar keinen Einfluss." Es gibt keine wirkliche Transparenz. Statt alle Atomkraftwerke abzuschalten und ein sakrales Moratorium zu starten müsste die Industrie verpflichtet werden, ihren Engergiehunger mit regenerativen Energien zu befriedigen und dies auf ihren Produkten kennzeichnen. Der private Verbraucher hingegen sollte sich eher überlegen, wie er mehr Strom (und auch Benzin) einsparen kann. Also schnell alle stromfressenden Glühfadenlampen raus und auf effiziente Elektrogeräte umstellen und mal das Licht in allen Zimmern ausschalten, wo sich sowieso keiner aufhält. Mal öfters mit dem Rad einkaufen, auf Autobahnen nicht rasen und die Kinder nicht mit dem Auto überall hinkutschieren. Das ist sinnvoller als sich jetzt einen dubiosen Ökostromvertrag anzuschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag(s) : #Umwelt

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