Anhaltende Trockenheit bestätigt dramatische Klimaänderung in Europa.
Was die Menschen freut, nämlich ein sommerlicher Frühling mit Sonne, Wärme, Biergartenfeeling sorgt bei den Klimaforschern für Besorgnis. Dieser Frühling in Deutschland ist viel zu Warm und vor allem zu trocken. Wir haben die schlimmste Trockenheit im Frühjahr seit 50 Jahren.
Kennen Sie noch den Begriff "Aprilwetter"? Normal für den April sind Regenschauer und häufige Wetterwechsel. Nichts von dem in diesem April. Und eine Änderung ist auch im Mai nicht wirklich in Sicht.
Für die Landwirtschaft bedeutet das nichts Gutes. Die Apfelblüte war 11 Tage früher beendet als normal. Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste wachsen nicht. Üblicherweise haben diese Pflanzen im Frühjahr einen Wachstumsvorteil gegenüber dem Sommergetreide. Dieses Jahr leidet das Wintergetreide unter der Trockenheit! Wenn die Trockenheit über längere Zeit andauert, können die Getreide den Wachstumsrückstand nicht mehr aufholen.
Für den Verbraucher bedeutet dies, dass die Preise für Erzeugnisse aus der Landwirtschaft teurer werden denn Bewässerung ist kostspielig. Viel schlimmer ist aber, dass dies ein eindeutiger Hinweis für dramatische Veränderungen durch den Klimawandel ist. Durch die Veränderung der globalen Windströme wird es in Europa deutlich früher wärmer und eben auch trockener werden. Die Folgen betreffen uns alle und werden die Volkswirtschaften in den nächsten Jahren hunderte Milliarden kosten. Deutschland wird mehr investieren müssen um noch ausreichend Wasser verfügbar zu haben.
Wenn dann wieder regent, sind die kurzfristigen Niederschlagsmengen größer und richten damit größeren Schaden an, weil sie Mutterboden wegschwemmen und abfliessen ohne in das Grundwasser zu gelangen. So entstehen in einem langsamen Prozess auch Wüsten in Deutschland.