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Eben bin ich dabei, bestimmte Datenarchive zu kopieren.

 

Kennt das jemand, Die Angst vor Datenverlust? Vor Verlust  von wichtigem persönlichen Material, das sowohl auf der Festplatte des Computers und dann noch in diversen Back-Ups steckt?

 

Die digitalen Fotos, Videos, Office-Dokumente, digitalisierte Urlaubsvideos, Musikstücke. Und zu meinem Leidwesen besitze ich mehr als einen Computer. Dann sind da noch die Computer vom Partner und den Kindern. Insgesamt 5 externe Festplatten mit einer Kapazität von 2,5 Terabyte dienen allein der Sicherung nur meiner Daten. Backus auf CD oder DVD habe ich schon lange aufgegeben. Zumal diese Datenträger je nach Qualität nach wenigen Jahren unbrauchbar wurden.

 

Leider ist es mir nie gelungen, alle Daten redundanzfrei zu speichern. So befinden sich jeweils in unterschiedlichsten Ordnern die gleichen Files wieder. Seitdem Festplattenspeicherplatz relativ preiswert zu bekommen ist, spielt das für mich keine Rolle mehr. Der Aufwand, mit einem Doublefinder tausende Files zu überprüfen, steht dazu in keinem Verhältnis.

 

Meine ältesten Dateien sind Word-Dokumente von 1994. Grade mal 17 Jahre alt. Meinen ersten PC (einen AT, die jungen unter euch werden nicht wissen, wovon ich erzähle) kaufte ich 1987. Das liegt nun 24 Jahre zurück. 5 Jahre nachdem 1983 der erste PC XT von IBM für rund 10.000 DM auf den Markt kam. Es war die Ära von DOS und der Beginn von Microsoft. Von dieser DOS-Welt ist mir, bis auf ein paar alter Disketten, die ich aus nostalgischen Gründen behalten habe, nichts mehr übrig geblieben.

 

pc at

PC AT mit 2 Diskettenlaufwerken

 

Mein erstes PC-System verwaltete mittels DOS Speicherplatz von maximal 640 kB. Heutige Prozessoren haben ein Vielfaches dieses Speichers im L1-L3 Cache direkt auf dem Prozessor.  Der 80286 Prozessor ließ sich zwischen 8  und 12 Mhz mittels Turbo-Taste umschalten. Die Festplatte hatte eine Kapazität von 20 MByte. Das ist 24 Jahre her. Heutige Prozessoren takten 330 mal schneller und verfügen über mehrere Kerne. Die Festplattenkapazität ist um den Faktor 100.000 gestiegen. Und beim Hauptspeicher leisten wir uns das 12500 fache. 

 

Privatpersonen haben damit heute ein vielfaches einer Leistung mehr in ihrem Rechner, als Großunternehmen vor 20 Jahren in ihren Rechenzentren stehen hatten.

 

Dieser gigantische Leistungszuwachs bedeutete aber leider nicht einen proportionaalen Zuwachs an Produktivität. Die wachsenden Ressourcen wurden zunehmend durch speicherhungrige Betriebssysteme und Anwendersoftware "aufgefressen". Ressourcenoptimierte Programmierung, früher ein Muss, kam aus der Mode.

 

Und spätestens "Multimedia" benötigte Speicher in unbekannter Dimension. Ein einziges Video belegt auf der Festplatte den Platz von 5000 - 10000 vollgeschriebenen Textseiten.

 

Das größte Problem in der Zukunft wird sein, dass heutige Datenformate von zukünftigen Programmen nicht mehr lesbar sein werden. Seine Daten in immer wieder neue Formate zu konvertieren halte ich für einen normal Sterblichen für unzumutbar. Einfach einen alten Rechner dafür aufzuheben wird auch nicht zum Ziel führen. Irgendwann ist die robusteste Hardware defekt und unser historisches Daten-Erbe ist auf immer verschwunden.

 

Die Lösung böte das Internet. Servicefirmen könmten Privatpersonen Speicherplatz und Emulatoren über das Web anbieten, die es ermöglichen, alte Formate zumindest in gewohnter Form anzuzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tag(s) : #Computer

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