Eindrucksvoller könnten die gegensätzlichen Standpunkte im Beispiel unten gar nicht sein.
Und, ist schon alles wieder gut?
Nein, nichts ist gut!
Hoch oder tief, gut oder schlecht, aufwärts oder abwärts. Das ist eine Frage des Standpunktes. Die Börse ist ein Spielcasino. Deshalb verstehe ich auch nicht die häufig aufkommende Entrüstung mancher Anleger, wenn das Geld verspielt wurde. Wenn ich mitspiele, die Regeln nicht kenne und dann alles verliere, bin ich selbst schuld.
Leider investieren viele Menschen mehr Zeit, mit der Auswahl ihrer neuen Waschmaschine als bei der Auswahl der Geldanlage, wo ein Vielfaches des Wertes einer Waschmaschine umgesetzt wird. Woran mag das liegen?
Der zweite Artikel verweist darauf, dass jetzt verstärkt wieder Kleinanleger einsteigen. Kleinanleger steigen immer viel zu spät ein. Da sind die großen Gewinne schon eingefahren. Wer Geld verdienen wollte, der brauchte den Mut um am Tiefpunkt der Krise einzusteigen. Und selbst das war keine Garantie.
Wären Sie bei Infineon eingestiegen, als die Aktie bei knapp über einem Euro stand? Jetzt sind es 7 Euro. Hat sich der Wert des Unternehmens wirklich in nur einem Jahr verfünffacht?
Nein, man hat, wie schon häufig, das Unternehmen ausverkauft. Und das waren die Börsenanfänger. Die, die jetzt wieder bei 7 Euro einsteigen. Nicht vergessen, vor jedem Börsencrash wurden Riesengewinne gemacht. Und die meisten Profis waren rechtzeitig draussen, als es abwärts ging. Verluste
machte die ahnungslose Masse, - und zum Schluss der Steuerzahler. Auch so wird Geld von unten nach oben verteilt.
Normalerweise benötigt die Wirtschaft nach einem Crash 5 Jahre, bis die die
alten Zahlen wieder erreicht werden. Die jetzige Erholung scheint viel zu schnell zu gehen. Danach wären wir in 4 Jahren bei einem Zählerstand von 12.000 beim DAX.
Folglich sitzen die Anleger schon wieder auf einer Bombe. Es wird noch einmal böse abwärts gehen.
Zum Nachdenken:
Zwischen diesen beiden Artikeln (klicken) liegen 2 Jahre (bei etwa gleichem DAX - Stand)
Börse Manager Magazin
Dax taucht zu Ostern ab
Der deutsche Leitindex kann sich vor dem Osterwochenende nur mit Mühe über der Marke von 6300 Zählern halten. Schlechte Nachrichten der Credit Suisse und von der IKB belasten erneut die Finanztitel. Lufthansa profitiert von dem stark fallenden Ölpreis.