Wie lange ein Produkt hält, wird bereits beim Design und der Herstellung entschieden. Der Fachbegriff dafür lautet "geplante Obsoleszenz".
Tatsächlich könnten unsere Produkte viel länger halten und taten es früher auch einmal. Der Sender Arte hat am Mittwoch, 16. Februar, eine ausführliche Dokumentation unter dem Titel "Kaufen für die Müllhalde" ausgestrahlt. Wer will, kann sich den Film an dieser Adresse herunterladen (Account erforderlich).
An eindrucksvollen Beispielen wird gezeigt, wie aus ursprünglich langlebigen Produkten durch Einwirkung der Produzenten immer schlechtere Wegwerfwaren wurden, da man um Absatz und Profit fürchtete.
Ein Beispiel ist die Glühbirne. Anfangs des 20. Jahrhunderts beschloss ein Kartel, zusammengesetzt aus Herstellern aller Welt, ihre Lebenszeit auf 1000 Stunden zu begrenzen. Dies wurde sogar akribisch überwacht. Hersteller, deren Birnen eine längere getestete Lebensdauer hatten, wurden zu Strafzahlungen verdonnert.
Auch Apple kommt in der Dokumentation nicht gut weg. In den USA können Verbraucherschützer und Anwälte nachweisen, dass Ipods vorsätzlich ungeeignete Akkus enthalten. Es kam zum Vergleich bei dem Apple sich verpflichtete, den Mangel zu beheben, die Garantie zu verlängern und defekte Akkus auszuwechseln.
Beispiel Tintenstrahldrucker. Dieses Beispiel zeigt einen EPSON Drucker, der eine Fehlermeldung bringt, weil der Hersteller einen Zähler einegebaut hat. Nach dessen Überschreitung verweigert das Gerät seinen Dienst. Der junge Mann in dem Beitrag ist aber nicht bereit den Drucker zu entsorgen. Schliesslich findet er einen Entwickler in Russland der über seine Homepage eine Software zum Download anbietet die das Problem behebt, indem sie den internen Zähler zurücksetzt.
Elektronikschrott aus aller Welt wird am Ende nach Afrika verschifft, wo er als "funktionsfähige" Ware deklariert ist. In Wirklichkeit ist es unser Müll der Menschen und Umwelt in Afrika verseucht.
Absolut sehenswert, ein Muss!!