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Im Urlaub, wenn die Gedanken frei schweifen können, kommen einem die verrücktesten Ideen.

 

Im Liegestuhe dösend sah ich mir das Treiben der Gäste im „All-Inclusive“-Hotel an. – Und dann kam mir die Frage in den Kopf: „Was unterscheidet den Menschen eigentlich vom Tier?“.

 Dummsoment

Ja, wir haben wohl Kultur, Sprache, tragen Kleidung, Schmuck, lesen Bücher und Zeitschriften, also viele Fähigkeiten, die bei den Tieren nicht zu entdecken sind, - möglicherweise haben wir zusätzlich noch Intelligenz.

 

Auf jedem Fall wird es, denUnterschied zwischen Tier und Mensch in einem „All-Inclusive Hotel“ festzustellen, schon sehr schwierig. – Und, glauben Sie mir, ich schliesse mich dabei selbst nicht aus.

 

Schon bei der Intelligenz bin ich mir nicht mehr so sicher. Ist das schon Intelligenz, wenn ich die meisten Promis in der Illustrierten bereits beim Anblick des Fotos beim Namen nennen kann? Oder wenn ich mein Essen statt mit den Händen mit Messer und Gabel zu mir nehme? Urteilen Sie selbst.

 

Wir bedienen Kameras, Fernseher, I-Pad.

Erfunden und entwickelt haben diese Dinge aber andere. Selbst die Bedienung schaffen die meisten von uns mehr schlecht als recht. Um einen DVD-Player zu bauen war es nötig, dass sich die besten Wissenschaftler der Welt die Quantentheorie ausdachten.

Entscheidend war ein Grundlagenwissen, dann erst kamen praktische Anwendungen.

Und Vorsicht! Dass wir diese Dinge unbedingt brauchen, das haben uns auch andere erzählt.

 

Nähmen wir den normal Sterblichen (ich schliesse mich wieder nicht aus) alle technischen Errungenschaften weg, vernichteten alle Unterlagen und Fabriken und hätten keinen dieser hervorragend intelligenten Wissenschaftler mehr zur Hand, - es würde nochmals 2000 Jahre dauern, bis die heutige Technik wieder rekonstruiert wäre.

 

Und trotzdem fühlen wir uns als Herren dieser Schöpfung und auf dem gleichen Level, so, als hätten wir das Internet, welches wir alle nur nutzen, selbst miterfunden.

 

Tatsache ist doch, dass der Duchschnittsmensch mal gerade in der Lage ist, die notwendige Theorie zur Ausübung seines Berufes zu erlernen. Schreiner, Verkäufer, Buchhalter, Polizist, Bäcker - sie alle nutzen ein gelerntes Wissen nach Regeln, die intelligente Generationen vor ihnen auf die Beine gestellt haben. Niemand stellt sich hin und behauptet, dank seiner hervorragenden Intelligenz die Bankkaufmannslehre erfunden zu dann selbst absolviert zu haben.

 

Das Gleiche gilt übrigens für Studenten.

 

Denn es ist nicht entscheidend, wieviel Wissen man auch immer konsumieren und sich merken kann. Mit Intelligenz hat das alles nichts zu tun.

Trotzdem glauben viele Studenten nach ihrem Studium, sie wären nun eine bessere Klasse, weil ja intellektuell und gebildet, und sind stolz als Novize irgendeiner Unternehmensberatung oder Marketingabteilung mit 16 Stunden Jobs 7 Tage die Woche verschlissen zu werden, weil sie ja so elitär sind.

 

Glauben Sie mir, - intelligente Wesen würden sowas nicht mit sich machen lassen. Und sie würden auch das Schul- und Universitätswissen nicht kritiklos konsumieren.

Jeder Abiturient kann möglicherweise ein Integral lösen, ist aber nicht in der Lage, eine Steuererklärung anzufertigen, weil dies in der Schule nicht zum Stoff gehört. Weil wir ja nicht für Schule, sondern für uns lernen. Ein herrlicher Irrglaube, immer sehr gern weitergegeben.

 

Und bei so viel  „Intelligenz“ lande ich wieder in meinem „All-Inclusive Hotel“.

 

Im Geiste nehme ich den Leuten die Klamotten und ihre Statussymbole ab und sehe, wie sie sich am Buffet vor Futterneid gegenseitig anfauchen, unter ihre Sonnenschirme pinkeln und schlimmeres, damit kein anderer ihnen ihren Bereich steitig macht. Sich zu rudeln zusammenrotten, saufen und bellen, sich quasi auf die Brust trommeln. Seht nur, ich bin der Größte.

 

Ein kleiner Ausnahmezustand und schon ist alle Kultur „zum Deivel“.

 

Eine große Herde dummer Affen mit ein bisschen angelerntem Wissen.

 

Wahre Intelligenz ist dann, wenn aus dem Wissen und Erfahrungsschatz etwas Neues, Unvergleichliches aufgebaut wird, welches kreativ vorher unbekannte Erkenntnisse beweisbar auf der Welt etabliert. 

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Tag(s) : #Leben

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