Oft wird suggeriert, dass es bei Quanteneffekten einen Einfluss hätte, ob jemand hinschaut oder nicht. Leider ist es etwas komplizierter. Quanteneffekte treten bei winzigsten Objekten im molekularen, atomaren oder subatomaren Bereich auf. Will man darüber etwas erfahren, also "hinsehen", muss man ein messtechnisches Verfahren bereitstellen. Zum Messen stehen uns aber nur "Dinge" zur Verfügung, die selbst aus den "Teilchen" aufgebaut sind, über die man etwas erfahren will.
Anders sieht es aus, wenn wir den Spin eines Teilchens messen. Wenn wir zum Beispiel einen Magneten benutzen, so wird das Magnetfeld dieses Magneten dieses Teilchen gravierend beeinflussen, also mit ihm wechselwirken. Dieses "Hinschauen", also der Messvorgang selbst beeinflusst das Ergebnis, wobei aber überhaupt nicht festgestellt wird, welcher Spin vor dem Messvorgang geherrscht hat. Der Messvorgang selbst induziert das Ergebnis. Im Falle der sog. Verschränkung von Teilchen ist es dann so, dass beim Zwillingsteilchen genau das Gegenteil gemessen wird.
Da es sich bei verschränkten Systemen quasi um eine Einheit handelt, muss die Summe ihre Eigenschaft immer gleich bleiben, egal wie weit sie voneinander entfernt sind.
Verdeutlicht an einem Beispiel aus der Makrowelt: Auf 2 Geldkassetten verteilt sind 2000€. Öffne ich die eine und finde 600€, müssen in der Anderen 1400€ sein. In der Quantenwelt ist es ähnlich, nur dass erst durch das Öffnen der Betrag in der geöffneten Kassette festgelegt wird und dann genau den Betrag der 2. induziert. - Egal, welchen Wert ich beim ersten Messvorgang finde, die Summe von allem wird immer den gleichen Wert ergeben.