Im März 1972 startete Pioneer 10 mit Ziel Jupiter. Pioneer 10 hatte eine Lebenserwartung von knapp 2 Jahren. Deshalb war es eine Sensation, dass man bis 2002, also über 30 Jahre lang, Kontakt zu Pioneer halten konnte.
Im November 1973 erreichte Pioneer 10 den Jupiter und wurde durch seine Anziehungskraft im Vorbeiflug auf ca. 36,7 km pro Sekunde beschleunigt um dann für immer in die Weiten des Weltalls geschleudert zu werden. Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass Pioneer 10 zu einer noch größeren Sensation werden sollte, als es die Jupitererkundung schon gewesen war.
Denn seit den 80er Jahren bemerkte man, dass Pioneer 10 deutlich vom berechneten Kurs abwich. Anfangs vermuteten Wissenschaftler Messfehler, Austritt von Gas aus der Sonde oder eine Reibung an interstellarer Materie.
Doch schon bald schieden alle "einfachen Erklärungen" aus, denn dafür war die Abweichung zu gleichförmig. Das Phänomen ist für die Wissenschaft so absurd, dass man sämtliche Daten der Pioneer Mission revisionieren will, was wegen der veralteten Aufzeichnungen heute nicht ganz so einfach ist.
Die mysteriöse Abbremsung von Pioneer 10 hat die Wissenschaft aufgeschreckt, da vermutlich grundlegende physikalische Gesetze auf den Prüfstand gestellt werden, die unsere heutigen Erkenntnisse über das Universum und die Gravitation ins Wanken bringen.
Die Pioneer Anomalie - Seltsame Kraft bremst Nasa Sonde
Werbung