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Teil 1 - Von innen nach außen
Teil 2 - Indizien

Teil 3 - Beweislast
Teil 4 - Verstehen


Mit Hilfsmitteln wie Teilchenbeschleunigern, Elektronenmikroskopen und den Theorien der Teilchen- und Quantenphysik glauben wir Menschen zu erkennen, dass es so etwas wie kleinste Bausteine der Materie geben könnte. Dies wird aber nicht zu einer erfahrbaren Größe denn dazu müsste der Mensch zum Kernteilchen mutieren (und dies ist nach meiner Einschätzung gänzlich unmöglich).
[sh. auch
Noch mehr Quanten - Teilchen sind keine Billardkugeln]

Da es offensichtlich absolute erkenntnistechnische physikalische Grenzen gibt, benötigen beide Seiten, Mensch oder Elementarteilchen, Modelle um einen Begriff von der anderen Seite zu bekommen. Diese Erklärungen können leider nie Erkenntnisse im Sinne einer Realiät oder Wirklichkeit sein.
[sh. auch
Warum die Welt nicht wirklich Wirklich ist]
Der Kehrschluss ist ernüchternd. Realität, Wahrheit, Objektivität erscheinen als rein subjektive Begriffe. Begriffe, die im täglichen Dasein ihre Berechtigung haben, aber uns nichts deutliches vom Universum oder seinen kleinsten Bausteinen vermitteln können. Ich bezeichne dies als "permanent verschwommenen Zustand nichtrealer Abstraktion". Dieser gaukelt uns das vor, was wir als Realität wahrnehmen. Auch der berühmte, erkenntnisphilosophische Satz von
René Descartes, "Ich denke, also bin ich", verliert seine Bedeutung, wenn nicht klar definiert werden kann, was Denken und Sein überhaupt sind.

Trotz all dieser Bedenken funktioniert alles um uns herum (scheinbar?) so fabelhaft und reibungslos.

Warum also diese Überlegungen?

Es geht um zwei Hypothesen. In der ersten wäre das Universum fremd (durch eine Allmacht) bestimmt, was die Frage aufwirft, gibt es darüber hinaus eine weitere Fremdbestimmtheit, und so weiter, ad in finitum?
Nach der These, "Gott hat die Welt erschaffen, wer hat Gott erschaffen?"
Aus diesem Grund behaupte ich diese Hypothese muss falsch sein, da sie in eine Sackgasse führt.

In der zweiten Hypothese wäre das Universum selbst eine eigene Existenzform, die nicht die Frage nach einer Fremdbestimmung aufwirft, sondern selbstbestimmt ist und damit vielleicht den Weg in eine mögliche Richtung weist.

Gibt es dafür Indizien?

Wenn wir das Universum betrachten - und wir können dies nur mit bekannten Einschränkungen von innen heraus - so stellen wir folgendes mit Sicherheit fest. - Dieses Universum verändert sich dynamisch.
Ständig werden neue Galaxien und Sterne geboren und sterben wieder, Sonnensysteme durchlaufen eine Entwicklung, aus einfachen Kernteilen werden komplexe Elemente "synthetisiert", Schwarze Löcher verschlucken Materie. Quasare, Pulsare, Supernovae erscheinen am Himmel.

Aktiver kann eine Welt nicht sein.

Zweitens hat das Universum eine Entwicklung.
Es gibt einen Anfang und möglicherweise ein Ende.
Obwohl wir bereits viel vom Universum zu verstehen glauben, tauchen immer wieder neue Phänomene auf und die Wissenschaft muss bestehende Annahmen revidieren. So das Rätsel von Dunkler Materie und Dunkler Energie, die über 90% der Gesamtmasse der Welt ausmachen sollen.
Und, was für mich von größter Bedeutung ist, - die Welt verfügt über eine Menge von "Informationssystemen". Photonen und Neutrinos durchdringen das All mit Lichtgeschwindigkeit. Könnten wir auf so einem Objekt mitreisen, würden wir feststellen, dass der Raum auf die Größe Null zusammenschmölze und die Zeit der beobachteten Welt aus unserer Perspektive still stünde.
[sh. auch
Es gibt sie eigentlich nicht - Grundlegende Fakten über die "Zeit"]
Weiterer Bestandteil des Informationssystems ist die Gravitation, die alle großen Objekte miteinander verknüpft und durch Gravitationswellen interagiert. Ich schliesse weiter nicht aus, dass es nicht noch weitere "Kräfte" und Informationssysteme in der Welt gibt, die wir bis heute nur nicht verstanden haben.

Warum diese vielen Erklärungen?

Die Kernfrage war: "Lebt das Universum"? Um eine Antwort zu finden, muss man den Begriff "Leben" beschreiben. In unserer Welt auf der Erde sprechen wir nur von Leben, wenn wir biologisches Leben meinen. Das tun wir, weil wir nichts anderes kennen gelernt haben. Beispielweise könnte eine Intelligenz Roboter entwickelt haben, die sich selbst reproduzieren und weiter entwickeln können. Müsste diesen Maschinen nicht "Lebendigkeit" zugesprochen werden?
Erstes Prinzip: Ein System, das als lebend eingestuft wird, muss mindestens folgende Eigenschaften haben. Beginn (Geburt), Entwicklung, Stoffwechsel, Mutation, Fortpflanzung, Ende (Tod).
Zweites Prinzip: In einem biologischen Organismus laufen Reaktionen ab, die einen Fluss in Stufen von hoher hin zu niedrigerer Energie repräsentieren. Wird dieser Fluss an irgendeiner Stelle unterbrochen, stirbt der Organismus. (Beispiel: Wir entziehen einem aeroben Lebewesen den Sauerstoff. Damit wird die Stufe "Energiegewinnung durch Oxidation" unterbrochen. Das Lebewesen erstickt.)

Wenden wir diese Prinzipien auch auf unser Universum an, gibt es bemerkenswerte Übereinstimmungen:

Beginn (Geburt) :  Urknall
Entwicklung: Mehrere Entwicklungsstufen seit Urknall beschrieben
Stoffwechsel:  "Synthese" der Elemente, Umwandlung Masse in Energie
Mutation: Mögliche Existenz von Universen mit völlig anderen Naturkonstanten ist beschrieben
Fortpflanzung: Existenz paralleler Universen ist physikalisch beschrieben
Ende (Tod): Szenarien - Big Crunch, Kältetod, Schwarze Löcher verschlucken sämtliche Materie
Zweites Prinzip: Permanenter Übergang von Ordnung zu Entropie im Universum
 
Es finden sich also ausreichend Indizien dafür, dass das Universum ein lebender Organismus ist.

Teil 3 - Beweislast.

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Tag(s) : #Grosse Gedanken

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