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In den ersten beiden Kapiteln wurden zwei Thesen aufgestellt, die Grundlage für eine weiterführende Theorie über außerirdische Besucher sein sollten.

 

(1) Kinder der Sterne.

 

(2) Lautlos im Weltraum

 

Gibt es weiteres Leben in fremden Sonnensystemen, so wird seine Biologie ähnlich der auf der Erde sein. (Vielleicht hat jemand den BBC Film „Extraterrestrial“ gesehen, der lief vor kurzem auf Kabel 1) ==> http://www.wissenschaft-online.de/artikel/847310aurelia_small.jpg

Der Transport von Menschen oder menschenähnlichem Leben durch den Weltraum ist extrem schwierig und aufwändig.

 

Ich folgere daraus, dass durch die Weiten der Galaxis reisende Aliens keine biologischen Lebensformen sein werden. Was aber dann?

 

Die Antwort liegt in einer erweiterten Theorie der Evolution. Wir stellen uns Evolution immer als einen Prozess vor, der völlig autark und ohne einen „kreativen“ Einfluss von außen geschieht. In Wahrheit befindet sich die Evolution schon in der nächsten Stufe. Das Zauberwort lautet „Silizium“.

Foto:   Planet Aurelia

The science of Aliens

 

Wie bereits im ersten Kapitel festgestellt wurde, ist Silizium das dritthäufigste Element auf der Erde. Es wurde darum schon öfters die Möglichkeit diskutiert, ob es eine natürliche Evolution von Lebewesen auf Siliziumbasis (anstelle von Kohlenstoff) geben könnte. Biochemiker schließen diese Möglichkeit weitgehend aus, da gebundenes Silizium nur im festen Zustand (z.B. im Sand, als Siliziumdioxid), nicht aber, wie der Kohlenstoff, in einer Atmosphäre auftreten kann, was ein wesentlicher Vorteil für Biosynthese aller Art darstellt. Außerdem erweist sich Silizium als viel weniger „kreativ“ bei Eingehen von Verbindungen mit anderen Elementen.

 

Eine „natürliche“ Evolution basiert auf Silizium scheidet aus. Tatsächlich wandelt sich Evolution durch die Entwicklung von Geist und Verstand in eine „kreative“ Variante. Ich nenne dies „extrainduktive Evolutionsphase“. In dieser Phase beginnt die „Evolution der Siliziumorganismen“

 

Synthetisiertes monokristallines Silizium hat hervorragende Eigenschaften als Halbleiter und ist deshalb Hauptbestandteil bei der Entwicklung von Schaltelementen und ist „zufällig“ ein Stoff, der unerschöpflich zur Verfügung steht. Ein Element mit der Eigenschaft eines der häufigsten Bestandteile der Erde wird so zur Grundlage für die Entwicklung von Computern. Die Entwicklungsgeschichte des Computers zeigt, dass immer mehr Leistung in immer kleinere Komponenten gesteckt werden kann.

 

Mithilfe dieser Technologie lassen sich Roboter entwickeln und die Geschichte der Raumfahrt zeigt, - die Explorer, die der Mensch bis heute am weitesten ins Weltall geschossen hat, sind im Prinzip Roboter, so die Sonde „Huygens“ die auf dem Jupitermond Titan gelandet ist. Bemannte Raumfahrt endete bis heute auf dem Erdmond. Voyager 1 hat seit 1977 die Strecke von 21 Milliarden Kilometern zurückgelegt, befindet sich nunmehr 33 Jahre im Weltall und funktioniert immer noch.

 

Falls uns eines Tages Exoterristen aus dem Weltall besuchen sollte, so wird es sich vermutlich um intelligente Maschinen handeln. Diese Schlussfolgerung lässt sich evolutionstheoretisch und anhand physikalischer Parameter begründen. Und auch unsere Spezies wird diese Technologie so weit entwickeln, dass eines Tages, falls die Menschheit ihre Konflikte und Umweltzerstörung überlebt, intelligente Maschinen zu einer Expedition in fremde Bereiche der Galaxis starten werden.

 

Roboter sind für eine solche Mission dem biologischen Leben haushoch überlegen. Die Vorteile im Einzelnen:

 

  • Während der Flugphase werden sie einfach ausgeschaltet.

 

  • Sie widerstehen extremen Beschleunigungen und können gegen extreme Strahlungseinflüsse abgeschirmt werden.

 

  • Psychologische Aspekte entfallen.

 

  • Zur Versorgung wird nur elektrische Energie benötigt.

 

  • Es gibt weder Nahrung noch Abfall noch eine aufwendige Versorgung der Lebenserhaltung. Damit kann das Raumschiff extrem kompakt gebaut werden.

 

  • Die Systeme können redundant aufgebaut werden. Möglicherweise bilden das Raumschiff und die Robotereinheiten eine „symbiotische“ Verbindung.

 

  • Roboter reagieren sicherer und schneller. Sie werden auch in der Lage sein, sich auf unbekannte Situationen besser einzustellen.

 

  • Gelandete Einheiten müssen nicht wieder zum Mutterschiff zurückkehren. Sie schicken einfach die Daten an das Mutterschiff. Das erspart es, komplexe Antriebssysteme mitzuführen.

 

  • Reparaturen sind einfach durchführbar, man kann entsprechend viele Ersatzteile mitführen.

 

  • Die Systeme können extremen Witterungsbedingungen trotzen.

 

  • Keine besteht keine Gefahr von Infektionen und Krankheiten

 

  • Das Raumschiff kann relativ leicht gebaut werden.

 

Bis dahin wird es allerdings noch einige Jahrhunderte an Entwicklung brauchen. Vor allem fehlen heute leistungsfähige Antriebssysteme die aus relativ wenig Masse ausreichend Schub bereitstellen. Eine Expedition wird dann starten, wenn ein aussichtsreiches Planetensystem auf der Erde bereits identifiziert wurde. Schon heute lassen sich große Planeten von der Erde aus sichten. In Zukunft wird man auch kleine Planeten identifizieren und herausfinden, ob sie Leben tragen könnten. Vielleicht steht auch vor einer solchen Reise die Kommunikation mit fremder Intelligenz per Funk.

 

Eines ist jedoch sicher. Eine Spezies, die in den Weltraum geht, muss ihre Probleme auf dem Heimatplaneten in den Griff bekommen haben. Sie muss zu einer Gesellschaft gereift sein, deren Zusammenleben auf einem hohen sozialen und ethischen Niveau liegt. Ansonsten kann sie solche Ziele nicht erreichen. Es ist deshalb unwahrscheinlich, dass Weltraumreisende Barbaren sein werden und nach Vernichtung oder Verdrängung anderer Intelligenzen streben.

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Tag(s) : #Grosse Gedanken

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